Allgemeine Beförderungs- und Reisebedingungen

Allgemeine Beförderungs- und Reisebedingungen von Ahrens travel

Artikel 1: Begriffsbestimmungen

  • 1.1 Beförderungsvertrag: Der Vertrag für die Beförderung per Bus von einer oder mehreren Person(en) mit oder ohne Gepäck, nicht als Reisevertrag verstanden, wie nachstehend unter 1.4 definiert und mit Ausnahme der öffentlichen Verkehrsdienste.
  • 1.2 Beförderer: Derjenige, der die Beförderung mit Abschluss des Beförderungsvertrags gemäß 1.1 übernimmt.
  • 1.3 Auftraggeber: Die Gegenpartei des Beförderers bei einem Beförderungsvertrag.
  • 1.4 Reisevertrag: Der Vertrag, mit dem ein Reiseveranstalter sich gegenüber der Gegenpartei verpflichtet, eine von ihm angebotene und zuvor organisierte Busreise zu übernehmen, die eine Übernachtung einschließt oder länger als 24 Stunden dauert und mindestens zwei der folgenden Dienstleistungen umfasst: a. Beförderung; b. Unterkunft; c. eine sonstige, nicht mit Beförderung oder Unterkunft im Zusammenhang stehende touristische Dienstleistung, die wichtiger Bestandteil der Reise ist.
  • 1.5 Reiseveranstalter: Derjenige, der der Öffentlichkeit oder einer Personengruppe in Ausübung seines Gewerbes und auf eigenen Namen die zuvor organisierte Busreisen anbietet.
  • 1.6 Reisender: Eine vom Beförderer per Bus zu befördernde Person bzw. im Rahmen eines Reisevertrages: a. die Gegenpartei des Reiseveranstalters; b. derjenige, für den die Reise vertraglich abgeschlossen wurde, und der sich mit diesem Vertrag einverstanden erklärt hat, oder; c. derjenige, dem das Rechtsverhältnis zum Reiseveranstalter auf die gesetzlich vorgeschriebene Weise übertragen wurde.

Artikel 2: Abwicklung des Vertrags

  • 2.1 Jedes Angebot des Beförderers bzw. Reiseveranstalters ist widerruflich, auch wenn in dieses Angebot eine Annahmefrist aufgenommen wurde. Jedes Angebot auf Abschluss eines Beförderungs- bzw. Reisevertrags des Beförderer bzw. Reiseveranstalters ist freibleibend und kann daher von ihm widerrufen werden, selbst nachdem der Auftraggeber bzw. Reisende das Angebot angenommen hat. Die Widerrufung eines freibleibenden Angebots hat innerhalb von 8 Arbeitsstunden nach Erhalt der Annahme zu erfolgen.
  • 2.2 Derjenige, der namens oder für eine andere Person einen Vertrag schließt, haftet solidarisch für alle sich aus diesem Vertrag ergebenden Verpflichtungen. Der/die (andere/anderen) Reisende(en) haftet (haften) für seinen (ihren) Teil.

Artikel 3: Preise

  • 3.1 Wenn nicht anderweitig vereinbart, versteht sich der Reisepreis ausschließlich MwSt. und sonstiger behördlicher Abgaben.
  • 3.2 Der Beförderer ist befugt, dem Auftraggeber eine an die Abwicklung des Vertrages verbundene Kostensteigerung, beispielsweise infolge eines Anstiegs der Treibstoffkosten, der Lohnkosten, der Verzehrpreise oder der erhobenen Abgaben mittels einer Erhöhung des vereinbarten Reisepreises weiterzuberechnen. Der Auftraggeber kann die Preiserhöhung zurückweisen. In Bezug auf eine derartige Zurückweisung und deren Folgen gelten die nachstehenden Bestimmungen unter 6.2 und 6.3.
  • 3.3 Der Reiseveranstalter ist berechtigt, bis zu 20 Tagen vor Reiseantritt den vereinbarten Reisepreis im Zusammenhang mit Änderungen der Beförderungskosten, einschließlich der Treibstoffkosten, der fälligen Abgaben oder der geltenden Wechselkurse zu erhöhen. Der Reisende kann die Preiserhöhung zurückweisen. In Bezug auf eine derartige Zurückweisung und deren Folgen gelten die nachstehenden Bestimmungen unter 6.2 und 6.3. Eine derartige Preiseänderung kann ebenfalls eine Minderung des Reisepreises zur Folge haben, es sei denn, dies kann wegen der damit verbundenen Kosten berechtigterweise vom Reiseveranstalter nicht verlangt werden.
  • 3.4 Der Auftraggeber bzw. der Reisende ist verpflichtet, diese ihm in Rechnung gestellten Mehrkosten zu zahlen, wenn: a. auf sein Verlangen bzw. wegen eines ihm anzurechnenden Umstands mehr Kilometer gefahren wurden und/oder mehr Arbeitstunden als im Fahrpreis bzw. Reisepreis inbegriffen, erbracht wurden, b. auf sein Verlangen bzw. wegen eines ihm anzurechnenden Umstands auf irgendeine Weise von der vertraglichen Beförderungs- bzw. Reiseleistung abgewichen wurde (z.B. Änderung der Strecke, des Zeitplans, der Verpflegung oder Unterkunft) und c. infolge nicht vorhersehbarer Verkehrssituationen, wie Staubildung oder, wenn die Fahrt bzw. Reise länger dauerte als vertraglich vereinbart.

Artikel 4: Bezahlung; Rechtswahrung

  • 4.1 Der Beförderer ist jederzeit berechtigt, vom Auftraggeber einen Vorschuss auf den Fahrpreis bzw. eine Vorauszahlung des gesamten Fahrpreises zu verlangen. Der Auftraggeber hat den Vorschuss bzw. die Vorauszahlung innerhalb der vom Beförderer festzulegenden Frist zu zahlen. Für den Fall, dass eine derartige Frist nicht genannt wird, ist dem Beförderer der Vorschuss bzw. die Vorauszahlung mindestens 14 Tage vor Abreisedatum zu zahlen. Wenn der Auftraggeber den Vorschuss bzw. die Vorauszahlung nicht rechtzeitig zahlt, ist der Beförderer befugt, den Beförderungsvertrag zu kündigen und ist der Auftraggeber verpflichtet, die dem Beförderer bereits entstandenen Kosten bzw. anderweitige Schäden zu vergüten. Dieser Schadensersatz beläuft sich auf mindestens 30% des Fahrpreises.
  • 4.2 Der Auftraggeber ist verpflichtet, den (restlichen) Fahrpreis innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum zu zahlen, es sei denn, dies wurde anders vereinbart.
  • 4.3 Bei Vertragsabschluss hat der Reisende innerhalb einer vom Reiseveranstalter festzulegenden Frist eine Anzahlung in Höhe von 30% des Reisepreises zu leisten. Wenn dem Reiseveranstalter diese Zahlung nicht unmittelbar bzw. zukommt, ist der Reiseveranstalter befugt, vom Reisevertrag zurückzutreten, ohne dass dem Reisenden Anspruch auf Schadensersatz zusteht.
  • 4.4 Der Reisende hat dem Reiseveranstalter den (restlichen) Reisepreis spätestens 4 Wochen vor dem Tag des Reiseantritts zu zahlen. Diese Zahlungsfrist versteht sich als Endfrist. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung ist der Reisende im Verzug und ist der Reiseveranstalter befugt, den Reisepreis entweder unter Befolgung der Bestimmungen gemäß 4.5 einzutreiben oder vom Reisevertrag zurückzutreten. Im Fall einer Vertragsaufhebung hat der Reisende einen Schadensersatz gemäß der vertraglichen Bestimmungen unter 5.2 zu leisten.
  • 4.5 Im Fall einer nicht rechtzeitigen Zahlung ist der Auftraggeber bzw. Reisende auch ohne vorherige Inverzugsetzung oder Abmahnung im Verzug und ist er über den ausstehenden Betrag eine unmittelbar fällige Geldstrafe in Höhe von 1,5% pro Monat schuldig. Ein Teil eines Monats gilt in diesem Zusammenhang als ganzer Monat.
  • 4.6 Alle Kosten, sowohl außergerichtliche als gerichtliche (einschließlich Rechtsbeistandskosten), die für den Beförderer bzw. Reiseveranstalter mit der Wahrung seiner Rechte gegenüber dem Auftraggeber bzw. Reisenden verbunden sind, gehen zu Lasten des Auftraggebers bzw. Reisenden. Die außergerichtlichen Kosten betragen mindestens 10% des schuldigen Betrages, mit einem Mindestbetrag in Höhe von € 75,-.

Artikel 5: Vertragsaufhebung

  • 5.1 Wenn der Auftraggeber den Beförderungsvertrag kündigt, ist er verpflichtet, dem Beförderer den erlittenen Schaden zu vergüten. Es sei denn, die Vertragsparteien haben anderweitig vereinbart – auch für den Fall, dass der Beförderer in seinem Prospekt oder in weiteren Publikationen eine abweichende Rücktrittsregelung angeführt hat -, ist der Auftraggeber verpflichtet, dem Beförderer neben den dem Beförderer bereits infolge seines Auftrags enstandenen Kosten, nachstehenden Schadensersatz zu zahlen: a. wenn die Kündigung mindestens 22 Tage vor dem Tag des Reiseantritts erfolgt: 15 % des vereinbarten Fahrpreises, mit einem Mindestbetrag in Höhe von € 35,-; b. wenn die Kündigung am 21. Tag oder zwischen 21 und 14 Tagen vor dem Tag des Reiseantritts erfolgt: 30% des vereinbarten Fahrpreises; c. wenn die Kündigung am 14. Tag oder zwischen 14 und 2 Tagen vor dem Tag des Reiseantritts erfolgt: 50% des vereinbarten Fahrpreises; d. wenn die Kündigung am 2. Tag vor dem Tag des Reiseantritts erfolgt: 75% des vereinbarten Fahrpreises; e. wenn die Kündigung am Abreisetag oder während der Reise erfolgt: der vollständige Fahrpreis.
  • 5.2 Wenn der Reisende den Reisevertrag aus ihm anzurechnenden Gründen kündigt – wie Krankheit oder aus familiären Gründen – ist er verpflichtet, dem Reiseveranstalter den erlittenen Schaden zu vergüten. Es sei denn, die Vertragsparteien haben anderweitig vereinbart – auch für den Fall, dass der Beförderer in seinem Prospekt oder in weiteren Publikationen eine abweichende Rücktrittsregelung angeführt hat -, ist der Reisende dem Reiseveranstalter gegenüber zur Zahlung nachstehenden Schadensersatzes verpflichtet: a. bei Kündigung vor 56 Tagen vor Abreisetag: € 35,- pro Person; b. bei Kündigung ab dem 56. Tag bis 28 Tag vor Abreisetag: der Anzahlungsbetrag, bis zu einem Höchstbetrag in Höhe von 25% des Reisepreises; c. bei Kündigung ab dem 28. Tag bis 14 Tage vor Abreisetag: 50% des Reisepreises; d. bei Kündigung ab dem 14. Tag bis zum Abreisetag: 75% des Reisepreises; e. bei Kündigung am Abreistag oder während der Reise: den vollständigen Reisepreis.
  • 5.3 Wenn ein Reisender oder mehrere Reisende, die gemeinsam mit einem oder mehreren anderen Reisenden eine bestimmte Unterkunft gebucht haben, vom Reisevertrag zurücktritt/zurücktreten, gilt eine solche Kündigung auch als Kündigung des/der anderen Reisenden, die mit ihm (ihnen) einen Reisevertrag/Reiseverträge abgeschlossen haben und sind auch diese Reisenden eine Schadensvergütung im Sinne von Artikel 5.2 schuldig.
  • 5.4 Das Kündigungsrecht kann während der Beförderung bzw. der Reise nicht wahrgenommen werden, wenn sich dadurch die Fahrzeugreise verzögert. Die Kündigung des Auftraggebers bzw. Reisenden vor Beginn der Beförderung bzw. der Reise bedarf der Schriftform.

Artikel 6: Vertragsänderung

  • 6.1 Der Beförderer bzw. Reiseveranstalter behält sich vor, die im Beförderungs- bzw. Reisevertrag vereinbarte Reiseleistung in einem wesentlichen Punkt wegen schwerwiegender, dem Auftraggeber bzw. Reisenden umgehend mitzuteilenden Gründen, zu ändern. Der Auftraggeber bzw. Reisende ist berechtigt, die Änderung zurückzuweisen. Wenn der Beförderer bzw. Reiseveranstalter die im Beförderungs- bzw. Reisevertrag vereinbarte Reiseleistung in einem nicht wesentlichen Punkt wegen schwerwiegender, dem Auftraggeber bzw. Reisende unverzüglich mitzuteilenden Gründen ändert, ist der Auftraggeber bzw. Reisende nur dann berechtigt, die Änderung abzulehnen, wenn sie ihm zu einem mehr als erheblichen Nachteil gereicht.
  • 6.2 Der Auftraggeber bzw. Reisende hat den Beförderer bzw. Reiseveranstalter so schnell wie möglich über seine eventuelle Zurückweisung in Kenntnis zu setzen. Andernfalls hat die Zurückweisung keine Wirksamkeit.
  • 6.3 Für den Fall, dass der Auftraggeber bzw. Reisende gemäß Art. 6.2 eine Änderung zurückweist, kann der Beförderer bzw. Reiseveranstalter den Beförderungs- bzw. Reisevertrag kündigen. Der Beförderer bzw. Reiseveranstalter ist verpflichtet, sein Kündigungsrecht unverzüglich auszuüben. Im Fall einer derartigen Kündigung hat der Auftraggeber bzw. Reisende das Recht auf Rückgabe oder Erstattung des Fahr- bzw. Reisepreises oder, wenn die Beförderungs- bzw. Reiseleistung bereits teils erfüllt wurde, auf einen entsprechenden Teil des Reisepreises.

Artikel 7: Aufhebung des Vertrages wegen zu geringer Teilnahme oder im Fall höherer Gewalt

  • 7.1 Der Reiseveranstalter ist befugt, den Reisevertrag zu kündigen, ohne dass der Reisende irgendeinen Anspruch auf Schadensvergütung hat, wenn die Anzahl der Anmeldungen kleiner als die erforderliche Mindestteilnehmerzahl ist und der Reisende innerhalb der vertraglichen Frist schriftlich über die Kündigung in Kenntnis gesetzt wurde, oder wenn die vertragsgemäße Erfüllung wegen unvorhersehbarer Umstände, die vom Reiseveranstalter nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, und deren Folgen trotz aller Vorsorgemaßnahmen nicht vermieden werden konnten, nicht möglich ist oder erschwert wird.
  • 7.2 Der Beförderer ist befugt, den Beförderungsvertrag zu kündigen, wenn dessen Erfüllung wegen höherer Gewalt nicht möglich ist bzw. erschwert wird. Unter einem solchen Umstand wird unter anderem verstanden: Personalstreik oder Streik der Aushilfskräfte des Beförderers. Wenn der Beförderungsvertrag eine Beförderung mittels einem oder mehreren vom Beförderer zur Verfügung zu stellenden Sitzplatz/Sitzplätzen in einem Bus vorsieht und nicht eines Busses als solches, ist der Beförderer ferner berechtigt, den Beförderungsvertrag bei zu geringer Teilnahme, wie unter 7.1 bestimmt, zu kündigen.
  • 7.3 Im Fall einer Kündigung hat der Auftraggeber bzw. Reisende das Recht auf Rückgabe oder Erlass des Fahrpreises bzw. Reisepreises oder, wenn die Beförderungs- bzw. Reiseleistung bereits teils erfüllt wurde, auf einen entsprechenden Teil des Reisepreises.

Artikel 8: Haftungsbegrenzung

  • 8.1 Bei gesetzlicher Haftung des Beförderers für Schäden, die infolge von Tod oder Verwundung des Reisenden bei einem Unfall während der Beförderung entstanden sind, und/oder von Schäden infolge von vollständigem oder teilweisem Verlust bzw. Beschädigung von dessen Gepäck während der Beförderung, beschränkt sich dessen Haftung gemäß Artikel 8:1157 BGB auf die in oder kraft des Durchführungsgesetzes vorgesehenen Beträge, ausgenommen – kurz gesagt – im Falle von vorsätzlich oder bewusst leichtfertig vom Beförderer selbst verursachten Schäden. Der Beförderer haftet nicht für den Verlust oder die Beschädigung von Münzen, zu verhandelnder Dokumente, Gold, Silber, Juwelen, Schmuck, Kunstgegenstände oder anderer Wertgegenstände.
  • 8.2 Der Beförderer haftet gegenüber dem Auftraggeber bzw. Reisenden nicht für irgendwelche sonstigen Schäden gemäß 8.1, wie z.B. Schäden infolge einer Reiseverzögerung, außer, wenn dieser Schaden eine Folge seines Tuns oder Lassens ist, sei es mit dem Vorsatz, den Schaden zu verursachen oder fahrlässig und im Bewusstsein, dass sich ein derartiger Schaden wahrscheinlich daraus ergeben würde.
  • 8.3 Die Haftung des Reiseveranstalters für Schäden, die nicht durch Tod oder Verletzungen des Reisenden verursacht wurden, beschränkt sich auf den dreifachen Reisepreis, unter der Bedingung, dass die Vergütung für den verlorenen Reisegenuss höchsten einmal den Reisepreis beträgt. Wenn auf eine im Reisevertrag aufgenommene Dienstleistung ein Vertrag Anwendung findet, der den Ausschluss oder die Beschränkung der Haftung des Reiseveranstalters vorsieht oder zulässt, gilt dieser Haftungsausschluss bzw. diese Haftungsbegrenzung für den niedrigsten dem Reiseveranstalter zugebilligten Betrag.

Artikel 9: Mitwirkungspflicht des Reisenden

  • 9.1 Der Reisende ist verpflichtet, sich während der Beförderung bzw. Reise nach den vom Beförderer bzw. Reiseveranstalter berechtigterweise erteilten Anweisungen zu verhalten. Der Reisende hat im Besitz eines Personalausweises zu sein und diesen auf Verlangen dem Fahrer zu zeigen. Der Reisende ist verpflichtet, sein Gepäck vor Antritt der Beförderung bzw. der Reise ordentlich zu verpacken (unter anderem, um eine Beschädigung des anderen Gepäcks oder des Busses zu vermeiden) und deutlich mit seinem Namen, Anschrift und Bestimmungsort zu kennzeichnen. Der Beförderer bzw. Reiseveranstalter ist befugt, den Gepäcktransport abzulehnen, wenn die Anzahl oder der Umfang der vom Reisenden angebotenen Kolli nicht vertretbar und/oder das Gewicht höher als 20 kg pro Person ist. Es ist dem Reisenden untersagt: a. Drogen, Sprengstoffe, Waffen, Sauerstoffflaschen oder gefährliche Stoffe in seinem Gepäck mitzuführen oder anderweitig mit sich zu tragen; b. während der Fahrt im Bus zu stehen oder zu laufen und/oder (heiße) Getränke zu sich zu nehmen, es sei denn, dies geschieht auf eigene Gefahr des Reisenden; c. Elektronika wie Handys zu benutzen, es sei denn, der Fahrer gibt seine Erlaubnis dazu. Der Reisenden hat Folgendes zu unterlassen: a. den Bus zu beschädigen und/oder zu verunreinigen, b. alkoholische Getränke zu sich zu nehmen, es sei denn, der Beförderer bzw. Reiseveranstalter genehmigt dies, sowie Betäubungsmittel zu verwenden; c. Notvorrichtungen wie Notausgang und Notluke zu berühren; d. ohne Erlaubnis des Fahrers zu rauchen; e. das arbeitende Personal irgendwie zu behindern; f. Mitreisende oder Verkehrsteilnehmer zu belästigen und heiße Getränke zu verschütten.
  • 9.2 Der Beförderer bzw. Reiseveranstalter behält sich das Recht vor, den Reisenden von einer weiteren Beförderung auszuschließen (ausschließen zu lassen) und ihn anzuweisen (anweisen zu lassen) den Bus unverzüglich zu verlassen, wenn der Reisende den zuvor unter 9.1 angeführten Verpflichtungen nicht nachkommt.
  • 9.3 Der Reisende ist darüber hinaus verpflichtet, während der Fahrt die Sicherheitsgurte, soweit vorhanden, anzulegen, sämtliche für die Reise erforderlichen Reisedokumente, wie unter anderem Reisepass und Visum, bei sich zu tragen, rechtzeitig vor der Abfahrt und ebenfalls immer rechtzeitig vor Abfahrt bei Zwischenpausen anwesend zu sein. Wenn der Nicht-Besitz der erforderlichen Dokumente bzw. die nicht rechtzeitige Anwesenheit oder die nicht rechtzeitige Rückkehr des Reisenden zu einer erheblichen Verzögerung führen kann, ist der Beförderer bzw. Reiseveranstalter befugt, die Beförderung bzw. die Reisleistungen für diesen Reisenden nicht mehr zu erbringen. Der betreffende Auftraggeber oder der Reisende hat in diesem Fall keinerlei Anspruch auf Schadensersatz oder Rückerstattung des Fahr- oder Reisepreises.
  • 9.4 Unbeschadet der Bestimmungen unter 9.1 bis einschließlich 9.3 ist der Auftraggeber bzw. der Reisende verpflichtet, dem Beförderer bzw. Reiseveranstalter den ihm eventuell entstandenen oder noch entstehenden Schaden zu vergüten, weil der Reisende einer der obig genannten Verpflichtungen nicht nachgekommen ist.

Artikel 10: Beanstandungen; zuständiges Gericht

  • 10.1 Sollte der Auftraggeber bzw. Reisende eine Beanstandung in Bezug auf den Abschluss oder die Abwicklung des Vertrages haben, ist der Auftraggeber bzw. Reisende verpflichtet, den Beförderer bzw. Reiseveranstalter unverzüglich schriftlich oder auf sonstige, angemessene Weise über die betrefende Beanstandung in Kenntnis zu setzen, sodass Letztgenannter die Möglichkeit hat, eine geeignete Lösung zu finden.
  • 10.2 Wenn die Beanstandung nicht bei Abwicklung des Vertrages zur Zufriedenheit des Auftraggebers bzw. Reisenden behoben wird, kann der Auftraggeber bzw. Reisende spätestens einen Monat nach Abwicklung des Vertrages oder, wenn die Beförderung bzw. die Reise nicht stattgefunden hat, innerhalb eines Monats nach geplantem Abreisedatum eine schriftliche und begründete Reklamation beim Beförderer bzw. Reiseveranstalter einreichen. Wenn die Beanstandung nicht die Erbringung der vertraglichen Leistung, sondern den Vertragsabschluss betrifft, ist dem Beförderer bzw. Reiseveranstalter die Reklamation innerhalb eines Monats nach der betreffenden Vorgehensweise des Beförderers bzw. Reiseveranstalters vorzulegen.
  • 10.3 Der Beförderer bzw. Reiseveranstalter hat die Reklamation innerhalb eines Monats nach Eingang abzuwickeln. Wenn der Beförderer bzw. Reiseveranstalter die Reklamation nicht rechtzeitig bzw. nicht zur Zufriedenheit des Auftraggebers bzw. Reisenden abgewickelt hat, kann Letztgenannter seine Beanstandung bis spätestens 3 Monate nach Abwicklung des Vertrags bzw. nach geplantem Abreisedatum bzw. nach dem Datum, an dem die bemängelte Vorgehensweise des Beförderers bzw. Reiseveranstalters in Bezug auf die Abwicklung des Vertrags erfolgte, schriftlich einer vom Verband „KNV Busvervoer Nederland“ beauftragten Konfliktkommission vorlegen. Diese Konfliktkommission entscheidet mittels verbindlicher Empfehlung.
  • 10.4 Der Reisende, der dieses verbindliche Empfehlungsverfahren nicht in Anspruch nehmen möchte, kann sich an das gesetzlich zuständige Amtsgericht bzw. für den Fall, dass die Forderung der Zuständigkeit des Landgerichts unterliegt, an das Gericht wenden, innerhalb dessen Gerichtsbarkeit der Wohnsitz des Beförderer bzw. Reiseveranstalters liegt. Das Recht Letztgenannten, sich an ein anderes gesetzlich zuständiges Gericht zu wenden, bleibt davon unberührt.
  • 10.5 Unbeschadet der Rechtsvorschriften des zwingenden Rechts in Bezug auf die Verjährung von Klagen und der Bestimmungen bezüglich des Verfalls dieses Rechts bei nicht rechtzeitiger Bekanntgabe gemäß Artikel 8:1753 BW (niederl. Bürgerliches Gesetzbuch), verfällt im Übrigen jeder Forderungsanspruch des Auftraggebers bzw. Reisenden ein Jahr nach Vertragsabwicklung bzw. ein Jahr nach dem geplanten Abreisedatum oder nach dem Datum, an dem die beanstandete Vorgehensweise des Beförderers bzw. Reiseveranstalters bezüglich der des Vertragsabschluss stattfand.

Artikel 11: Anwendbares Recht

  • 11. Auf alle Beförderungs- oder Reiseverträge findet die niederländische Rechtsprechung Anwendung.
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